Zur Erinnerung an gefallene Soldaten
Weg zum Friedenskreuz Zweifall
Am Karfreitag 1947 wurde das Friedenskreuz in Zweifall auf dem Kahlenberg errichtet. Schon 1949-1950 wurde es erweitert und im Jahr 1952 wurde es zum Mahnmal ausgebaut. Das weiße Kreuz, welches sich noch heute dort befindet, wurde 1963 aufgestellt. Das Friedenskreuz erinnert an die über 50 Soldaten aus diesem Ort, die im Krieg gefallen oder in der Gefangenschaft umgekommen sind.

In den letzten Jahren kam es zur Aufruhr bezüglich der Inschrift «Unsere Ehre heißt Treue». Diese Inschrift ist auf einem Gedenkstein unterhalb des Holzkreuzes mit der Figur des leidenden Christus eingraviert. Das ist die Pluralform jener Losung, die die SS einst ihren Angehörigen eingeschärft hatte: «Meine Ehre heißt Treue». Dabei stellt das Friedenskreuz keineswegs ein Relikt aus der Zeit vor 1945 dar, das während der Ausmusterung des nationalsozialistischen Inventars übersehen worden wäre, sondern stammt aus dem Jahr 1947.

Öffentlich Anstoß genommen hatte in Zweifall daran bisher niemand.Als jedoch eine Besucherin
Friedenskreuz Zweifall
aus Bremen in Zweifall diese Inschrift sah, legte sie im September 2007 eine Strafanzeige gegen Unbekannt ein. Sie warf vor, dass auf dem Gedenkstein die SS-Losung unkommentiert wieder gegeben wird. Die Staatsanwaltschaft Aachen stellte die Ermittlungen allerdings wieder ein, weil der christliche Kontext, in dem die Inschrift durch die unmittelbare Nachbarschaft des Kreuzes stehe, schließe aus, dass es sich hierbei um ein Kennzeichen zur Verbreitung nationalsozialistischen Gedankengutes handele. Außerdem gebe die Inschrift nicht den genauen Wortlaut der SS-Parole wieder. Die Bremerin legte daraufhin Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Köln ein, die den Fall zur Überprüfung an die Aachener Behörde zurückgab.

Unterdessen beschmierten in Zweifall Unbekannte den Gedenkstein mit Farbe und im Ort tauchte ein Plakat auf, das dem Stolberger Bürgermeister nahelegte, sich nicht weiter mit dem Thema zu befassen. Schließlich einigte er sich mit der Interessengemeinschaft «Zweifaller Friedenskreuz», die das Mahnmal pflegt, darauf, unabhängig vom Ergebnis der Beschwerde dem Gedenkstein eine Erklärung hinzuzufügen, die die Inschrift in den historischen Zusammenhang stellt.