1955 wurde das Kloster namens Maria Königin der Karmelitinnen in Zweifall gegründet. In den ersten 50 Jahren verschaffte sich der Orden in der Zweifaller Umgebung einen guten Ruf. Seit einigen Jahren gibt es keinen Nachwuchs mehr, deshalb besteht der Orden in Zweifall heute offiziell nicht mehr, weil es insgesamt nur noch drei Schwestern gibt. Nach der Meinung der Kirche könne keine Gemeinschaft mit nur so wenigen Schwestern weitergeführt werden. Die drei Schwestern gehören zu dem Orden der «unbeschuhten Schwestern der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel». Dieser Orden ist das weibliche «Gegenstück» zum männlichen Orden der Karmeliten.
Der päpstliche Ordenskongregation (Zusammenschluss mehrerer Klöster) in Rom hat Anfang 2005 beschlossen, das Kloster zu schließen. Die Oberschwester Helena sollte ihr schriftliches Einverständnis dafür geben, das Kloster zu schließen. Im Juni des selben Jahres wurde der Beschluss wieder ausgesetzt. Im Auftrag des Vatikans statteten Pater Paul Weingartner, Provinzial der Karmeliter in Österreich, und Schwester Hildegard, Priorin des Karmelitinnenklosters Auderath, dem Kloster im Oktober einen Besuch ab. Aber auch diese waren für eine Schließung des Klosters. Das Bistum Aachen versucht nun aber weiter die Kirche weiter zu erhalten. Es sollen auch weiter Messen abgehalten werden. Weitere Unterstützung kommt aus Zweifall und den Nachbargemeinden. Sie äußerten ihren Protest mehrfach gegen die Schließung mit Unterschriften, Lichter- und Menschenketten. Die Zweifaller Bewohner sind sauer.
Die drei Schwestern sind der Meinung, dass sie das Kloster zuerst schließen werden, wenn alle Schwestern nicht mehr ihr Amt ausüben können. Sie meinen, dass der Bischof diesen Beschluss nicht allein ausüben kann. Das Geld für ihren Lebensunterhalt erhalten sie durch eine eigene Hostienbäckerei, die sich im Keller des Klosters befindet. Sie backen die Oblaten für das Abendmahl. Insgesamt sind das 80.000 Stück Woche für Woche. Geliefert werden diese dann anschließend nach ganz Deutschland und Europa.


