Die älteste Moschee Deutschland
Bilal-Moschee in Aachen
Die Bilal-Moschee in Aachen ist die älteste Moschee Deutschlands. Sie wurde gebaut auf dem Gelände der Technischen Hochschule und ist nach Bilal al-Habaschi, einem Gefährten des Propheten Mohammed, benannt.

Nach den Planungen, die bis ins Jahr 1958 zurückreichen und von Prof. Steinbach und Gernot Kramer vom RWTH-Aachen durchgeführt worden sind, feierte man am 13. Mai 1964 die Grundsteinlegung, die in Anwesenheit zahlreicher Botschafter der islamisch geprägten Länder, Studenten und Akademiker erfolgte. 1972 beendete man die Fertigstellung des Minaretts. Die Baukosten wurden von den überwiegend studierenden jungen Muslimen zusammengetragen, doch auch die Stadt Aachen half mit einer Spende.

Das saudische Ministerium für islamische Angelegenheiten stiftete die Teppiche und die Muslimische Studenten Union fungierte als Bauherr. 1978 wurde das Islamische Zentrum Aachen e.V. (IZA) gegründet und beim Amtsgericht Aachen als Verein eingetragen, dies verlieh der Bilal-Moschee eine angemessene Struktur. Das Islamische Zentrum Aachen ist heute ein fester Bestandteil im religiösen und kulturellen Leben in der Stadt Aachen.

Ursprünglich fasste der Gebetssaal der Bilal-Moschee 150 bis 180 Personen, dies änderte sich jedoch nach dem Umbau im Jahr 1979. Mittlerweile finden bis zu 600 Personen dort Platz. Dieser Umbau wurde vorwiegend durch Mitgliedsbeiträge, Privatspenden aus In- und Ausland und Spenden von Organisationen finanziert