Würselen
Weiter geht es auf unserer Reise durch die zukünftige StädtRegion Aachen mit einer Stippvisite in Würselen, einer Kleinstadt, die eigentlich mehr verdient hat an Aufmerksamkeit, Zeit und viel Verständnis.
Würselen, das haben wir über den Stadtteil Broichweiden hereinkommend zum Teil schon feststellen können, gilt als die «Stadt der Dörfer»: Euchen, Linden, Neusen, Weiden, Morsbach, Bardenberg, Pley, Birk und zentrale Ortsteile wie Dobach, Oppen, Haal, Bissen, Scherberg, Schweilbach, Teut, Tellebenden - wir können sie nicht alle hier erfassen, aber man darf geradezu von einer wahren Reizüberflutung sprechen, der man erliegt, wenn man sich ihrer so richtig annimmt - mit dem Fahrrad am besten.
Wenn man nun zum Beispiel vom Stolberger Wald her - Merzbrück rechts liegen lassend über Broichweiden nach Würselen hinein will, kommt man kurz vor dem Ortseingang in die Friedhofstraße. Dort, in den Feldern gelegen, ist ein Friedhof mit einer wunderschönen Kapelle im byzantinischen Stil, mit blau-goldener Kuppel - ein Kleinod schon bevor man überhaupt nach Würselen gelangt.
Ein paar Minuten später, wenn man die Fahrt durch das Gewerbegebiet Kaninsberg vermeidet, trifft man urplötzlich am Eingang zur Dobacher Straße auf ein kleines Denkmal, das wohl von privater Hand zum Gedenken an die örtlich gepflegte Fahnenschwenkerartistik gestiftet worden ist: hübsch und sauber gepflegt in einer kleinen Baumgruppe. Wenn Würselen nur überall so gepflegt erschiene!
Die Dobacher Straße hinunter, geht es dann links in die Salmanusstraße und man fährt dann (nur mit Fahrrad erlaubt!) hinter dem Medizinischen Zentrum der zukünftigen StädteRegion (Krankenhaus Marienhöhe) entlang über die Oppener Straße am Rande des Aachener Talkessels entlang bis zum Ravelsberg. An dessen Fuß traut man seinen Augen nicht: Am Eingang zum Wisselsbach begegnet dem Reisenden geradezu ein Ensemble von Kunstwerken - dem Wohnhaus des Metallkünstlers Albert Sous und seiner Tresoranlage, von der an dieser Stelle mehr zu lesen ist.
Den Wisselsbach runter, dann rechts, oberhalb vom Stadtgarten, kommt man in die die aktuellste Würselener Herzblutwunde, auf den z.Z. noch ungar wirkenden Markt mit der wohl bedeutendsten Würselener Sehenswürdigkeit: dem «Würselener Dom», der Kirche Sankt Sebastian von Lauriz Mefferdatis gestaltet, aber mit schon romanischen Ursprung. Im fast 1000 Jahre alten Turm findet man, wenn man die Treppe hochsteigen darf (Anfrage im Pfarrbüro), unter dem Dach die Reste einer apotropäischen Figur, wohl eines Löwen, der das Böse abschrecken sollte. Die meisten, die zum Turm hochschauen, kennen eigentlich nur die Kopie an der Nordseite: den «Wöschelter Düvel».
mehrere Fotos dazu:
www.sanktsebastian.de
zur Baugeschichte des Doms:
www.kirche-im-bistum-aachen.de
www.gdg-wuerselen.de
Fährt man vom Markt aus die Haupteinkaufsmeile, die Kaiserstraße hoch, stellt man schnell fest: Rush Our gibt es in Würselen fast immer. Es sollte aber durchaus noch ein Blick geworfen werden auf das schöne, ehemalige Rathaus, das am Morlaixplatz gegenüber einen nicht vergleichbaren Nachfolger gefunden hat. Vor diesem trifft man aber auch wieder auf ein Kleinod: dem Brunnen «Bürger von Morlaix» von Albert Sous.
mehr über Würselen:
www.wuerselen.de
Nun könnte man ja auch noch einen Blick werfen auf Spaßbad «Aquana», das für viele Würselener Bürger selber eher eines der traurigen Kapitel Würselener Kommunalpolitik ist. Was gemeint ist, macht der ehemalige Kämmerer der Gemeinde Broichweiden Helmut Pirkl auf seinen Internetseiten unter www.helmut-pirkl.fh-aachen.de anschaulich.
Nun wollen wir aber schöneren Pfaden folgen und besuchen im Wurmtal die Burg Wilhelmstein, ein Ort, an dem es einem Gastronomen gelungen ist ein attraktives Restaurant zu entwickeln und einem Kenner der Kulturszene gelungen ist, der Stadt Würselen eine Open-Air-Bühne zu bescheren, die wirklich mehr als einen Besuch wert ist.
Infos dazu im Web:
www.burgwilhelmstein.de
www.burg-wilhelmstein.com
Eine Fülle an wirklich erlebenswerten Eindrücken bietet Würselen, so viele, dass hier in Zukunft noch mehr davon zu lesen sein wird; besonders dann, wenn der Frühling da ist und man wieder mit dem Fahrrad touren kann.






